Ludwig

Ludwig, der Sternenkater


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Das mit Ludwig ist eine ganz besondere Geschichte… Vor 10 Jahren habe ich mir eine Katze gewünscht. Es sollte eine Maine Coon werden! Aber vor 10 Jahren war ich auch noch jung, und viel Ahnung hatte ich von Zucht, von Rassetieren etc auch nicht. Und so kam ich zu Emilie. Angeblich eine Maine Coon Mix. Im Endeffekt sind Mixe aber immer Überraschungseier und von einer Coon hatte Emilie eigentlich gar nix. Nichtsdestotrotz hab ich sie über alles geliebt.

Trotzdem, der Wunsch nach einer Maine Coon blieb. All die Jahre. Mal schwächer, mal stärker.

Und letztes Jahr fesselte mich der Gedanke wieder zunehmend. Es passte eigentlich alles. Und während ich also so, noch mehr oder weniger unverbindlich, in den Kleinanzeigen stöberte, fand ich Ludwig. Ein Traum von einer Maine Coon. Riesengroß, schwarz, stattlich, Katerig… Ein 6er im Lotto…

Und ich durfte ihn haben!!!

Das Gefühl, als ich ihn das erste mal live sah, war überwältigend. Dieser Prachtjunge soll mir gehören!

Leider nicht von langer Dauer! Nur 3 Monate später wurde er mir wieder genommen, auf so grauenhafte Art und Weise.

Ludwig ist an FIP gestorben. Eine tückische, gemeine Krankheit.

Die letzten Tage, so etwas ist unbeschreiblich. Zuerst hab ich gekämpft, mit allen Mitteln. Aber nach und nach musste man der Tatsache ins Auge blicken. Unterbewusst wusste ich bereits, dass sein Ende gekommen ist. Trotz allem, ich würde ihn erst gehen lassen können, wenn ich schwarz auf weiß den Befund FIP in meinen Händen halte… Ich habe mich an den kleinsten Strohhalm geklammert.

Ohne Erfolg. Auch ohne Befund musste ich ihn, aus Liebe, an einem regnerischen Donnerstag Nachmittag gehen lassen. Ich konnte ihn nicht weiter leiden lassen.

Mit einem geliebten Tier, einem so großen Wunsch, den letzten, den allerletzen gemeinsamen Tag zu verbringen und zu wissen, dass man in wenigen Stunden die letzte Reise antritt, das ist ein hartes Stück. So etwas möchte ich nicht mehr erleben…  Nicht unter solchen Umständen, nicht bei so einem jungen Leben…

Die Stunden zerrinnen zwischen den Fingern, haltlos…

Was bleibt ist das Versprechen, ihn niemals mehr zu vergessen! Ihn tief in meinen Herzen zu verwurzeln und ihn für die wenigen, aber intensiven gemeinsamen Stunden zu danken.

Ein letztes streicheln, ein letzter Kuss…

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Geliebter Ludwig, ich weiß nicht wie du es angestellt hast, aber noch nie habe ich etwas, nach so kurzer Zeit, so sehr vermisst wie DICH! Noch nie tat mir mein Herz so sehr weh… Noch nie fühlte ich mich so verzweifelt, wenn ich meine Gedanken laufe lasse… So untröstlich…

Ich freue mich auf den Tag, an welchen du mich am Anfang des Regenbogens empfängst und wir von vorne beginnen können!!!

Und ich verspreche dir, die Zeit wird kommen, an der ich hier an dieser Stelle die schönen Momente aufschreibe! So viele… und doch zu wenige…

Ludwig, 28.05.2011 – 23.04.2015