Was wäre wenn…

Wenn Stella kein Windspiel wäre, ich glaube sie wäre eine Katastrophe auf 4 Beinen…

Stella ist auf ihre Art schon eigensinnig, sie ist hyperaktiv, sie ist übersensibel, sie ist ein Balljunkie und eine pöbelnde Rechthaberin… Sie versucht mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln, alle Hunde zu maßregeln und spielt sie mit Leidenschaft als große Chefin auf… Stella hat sich ihr ganzes Leben lang noch nie vor einem Hund auf den Rücken gedreht.

Aber alles an ihr ist niedlich… Und nichts kann man so richtig ernst nehmen… Im Ernstfall kann ich mich auf sie verlassen und sie hört zuverlässig… Und das ist die Hauptsache!

Irgendetwas ist schon dran an der Tatsache, dass kleine Hunde schon ein bisschen mehr Freiheiten haben als Große… Vorausgesetzt natürlich, das Verhalten des kleinen Hundes nimmt keine Verhaltensweisen an, die ihn selbst gefährden würden. Stella z.b weiß, bei welchen Hunden sie den großen Checker raushängen lassen darf und bei welchen Hunden sie halt eher so tut, als wär sie gar nicht da…

Erstmal abwarten, Lage checken… Und dann kann man ja immer noch einen auf großspurig machen…

Und Stella darf das… v.a. weil es ihr gut tut, es stärkt ihren Charakter. Man merkt einfach, wie selbstsicher sie wird, wenn ich ihr die Möglichkeit gebe, eigene (ungefährliche) Erfahrungen zu sammeln und sie nicht zu sehr einschränke, nur weil es es gerade vielleicht nicht dem gängigen Hundekodex entspricht…

Und es kann auch sein, dass vieles was ich ihr erlaube, hundepädagogisch nicht besonders sinnvoll zu sein scheint… Aber sinnvoll für meinen Hund, für sie als Individuum…

Und deshalb halte ich persönlich auch nichts mehr von irgendwelchen Hunde-Erziehungsrichtlinien…

Ein gutes Bauchgefühl, etwas Verstand und Kenntnisse der Hundemimik und -gestik, das Betrachten seines Hundes als individuelles Wesen und ein gesundes Vertrauensverhältnis reicht m.M. nach bei einem normalen, gut sozialisiertem Hund oftmals schon aus um ein unbeschwertes Leben mit ihm zu führen…

Diese ganze, zum Teil diktatorische Hunderziehung geht mir ziemlich aufm Wecker und ich kann darüber oft nur verzweifelt den Kopf schütteln…

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich unter Windhunden lebe… Denn bestimmt gibt es auch die ein oder andere Hunderasse, bei der wesentlich mehr Konsequenz gefordert ist als bei anderen… (Und für welche ich eben auch einfach nicht geschaffen wäre… Dann lieber gar kein Hund, als einen den ich sein ganzes Leben „unterdrücken“ muss, um ein entspanntes Zusammenleben zu garantieren)

Unsere Hunde jedenfalls, nicht nur Stella, leben mit sehr vielen Freiheiten… Vielleicht viel mehr als andere Menschen ertragen könnten ^^ Trotzdem tanzen sie uns nicht auf der Nase herum, sie kennen ihren Standpunkt als Mitglied in einer Familie…

Ein Zusammenleben auf Freundschaftlicher Ebene… Mit ganz viel Vertrauen und noch mehr Liebe!

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Eine Antwort zu “Was wäre wenn…

  1. Dein Text spricht mir aus der Seele und ich sehe das ganz genau so. Mit Linda ebenfalls kein Problem, was für manche Menschen schier unmöglich erscheint…

    Und auch Kim hat da keine Ausnahme gebildet.

    Anders würde ich es ebenfalls nicht wollen.

    LG Andrea

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