Ach Stella…

Warum musste sie sich denn am Karfreitag vor 3 Jahren ihr Bein brechen… 😦

Wenn ich mir überlege, was ich eigentlich alles vor hatte mit ihr… Und wo wir gelandet sind…

Gelernt hab ich natürlich viel durch ihre „Behinderung“… Auch wäre Stella ohne Beinbruch bestimmt ein anderer Charakter geworden, davon ich ich überzeugt.

Sie hatte so viele Einschränkungen und manche davon konnte und kann ich bis heute nicht ablegen, die Angst, ihr passiert noch einmal etwas, schwebt immer über mit, tagein und tagaus…

Ein „freies“ Windspielleben ist sicher etwas anderes, aber was will ich machen…

Positiv ist, dass sie halt auch einwandfrei erzogen ist, so „arrogant“ möchte ich jetzt mal sein, diese Behauptung aufzustellen… Stella würde sich nie erlauben, auch nur auf den Ess-Stuhl zu springen… Und da könnte sonstwas auf dem Tisch stehen… Ein BLEIB ist ein BLEIB, komme was wolle… Sie kann stundenlang irgendwo ruhig liegen ohne zu nerven… Stella hat zwangsläufig gelernt, sich zu benehmen… Nicht unbedingt weil ICH das wollte, sondern weil es sein MUSSTE!

Ob sie im Endeffekt damit was verpasst in ihrem Leben oder nicht sei jetzt mal dahingestellt…

Dafür ist auch unsere Bindung zueinander sehr stark… Sie orientiert sich zu 150% an mir… Sie würde mir niemals von der Seite weichen (sofern sie keiner dazu zwingt), sie passt sich sogar meinen Gefühlszuständen an… Bin ich traurig, ist sie es auch, bin ich gut drauf, ist sie es auch… Schimpfe ich (nicht sie) dann fühlt sie sich angesprochen… Leicht ist es mit so einen Sensibelchen eindeutig nicht… Und da glaube ich, hätte sie sich anders entwickelt, wäre uns nicht dieser Beinbruch in die Quere gekommen…

Warum ich jetzt so weit ausgeholt habe, weiß ich gar nicht. Eigentlich wollte ich auf etwas ganz anderes hinaus…

Stella war Freitag nämlich bei der Chiropraktik und naiverweise dachte ich, die renken Stella ein und alles ist tutti… Dass ich eine Diagnose bekomme, die ich einfach verdrängt habe, welche aber eigentlich vorhersehbar war, traf mich kurzzeitig wie ein Schlag ins Gesicht…

Stella hat in ihren linken Zehengelenken Athrose… Sie tun weh… Ihr Bein ist schief… Ein sog. PSOAS Muskel an der Hüfte ist betroffen, aufgrund der Fehlstellung und ihrem dauernden Ausgleich mit den Hinterbeinen… Ich weiß jetzt nicht mehr ob er verkürzt oder verhärtet ist… Das müsste ich im Krankenbericht später nochmal nachlesen…

Paradoxerweise belastet sie ihre Vorderbeine unverhältnissmäßig mehr als ihre Hinterbeine, d.h. widerrum dass viel mehr Belastung auf dem kaputten Bein liegt, als es eigentlich sein dürfte… Was die ganze Problematik ja nur schürt…

Nun ja… ihr Psoas-Muskel wird jetzt wieder in Schuss gebracht mittels der Chiropraktik, damit sie hinten wieder ein besseres Gefühl bekommt und wieder im Verhältniss belastet…

Außerdem wurde mir angeraten, ihr unbedingt  regelmäßig einen Bandage anzulegen… v.a. damit die Schiefstellung nicht weiter fortschreiten kann und sich nicht noch schlimmeres in ihren Zehchen entwickelt…

Ach und die Bandage findet sie sch… .

DAS alles schlägt sich natürlich wieder voll auf ihren Gemütszustand…

Was sich wiederum auf MEINEN schlägt…

Was wiederum sie spürt…

 

Ein Teufelskreis…

 

ABER: Alles wird gut werden… Am besten kaufen wir jetzt irgendwelchen Süßkram bei Fressnapf…

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8 Antworten zu “Ach Stella…

  1. Die süße Maus…. ich hatte gar nicht auf dem Schirm, das ihr sowas passiert ist. 😦
    ihr zwei werdet das zusammen schaffen. Ihr seid ein Team 🙂 haut euch zusammen auf die Couch (wenn möglich) und gönnt euch was….

    lieben Gruß!

  2. Ach Mäuschen 😦

    Fühlt Euch mal beide feste gedrückt.

    Meine liebe Mama sagt immer „es passiert nichts ohne Grund“. Und „wer weiß, wofür es gut war“.
    Auch wenn es jetzt noch nicht ersichtlich ist evtl, irgendwann geht ein Lichtlein auf, wieso Ihr so etwas durchmachen musstet 😦

    Gibts evtl noch andere Möglichkeiten für Bandagen?
    Lieschen mag auch nur manche Geschirre, und manche nicht (ausgerechnet die, die ich mag). Evtl gibts eine Alternative, die man ihr schmackhaft machen könnte?

    Soll ich mal versuchen, ein paar positive Seiten zu sehen?
    Wie wäre es mit: Stella ist so klein, dass sie damit locker alt werden kann. OK, die Zehen tun weh, aber sie wiegt nur 3 und nicht 30 kg, und zur Not trägt man sie irgendwann früher, wenn sie älter wird.
    Und sie ist bei Dir und hat ein supertolles Frauchen, super Versorgung und Verpflegung, und besser könnte es ihr eh nicht gehen.
    Und man kann sich neben dem Beinchen auch das Genick brechen, und es ist „nur“ das Beinchen.
    Und Ihr habt so ein super Verhältnis und eine tolle Bindung bekommen, das hat auch nicht jeder.

    Hunde denken nicht „ach, ginge es mir doch mal besser“. Die leben im Hier und Jetzt, und es geht ihr so gut wie möglich. Das ist doch Ziel, dass es einem so gut wie möglich geht 🙂
    Macht Ihr toll!!

    Mein Lieschentrauma hängt auch über mir, wie ein Damoklesschwert. So ein Trauma wird man so schnell nicht los. Ist ganz normal. Ich habe jeden Tag Angst, dass sie tot ist. Jedes Mal, wenn ich nach Hause komme, habe ich Angst, dass sie tot da liegt. Einfach so.
    Und unterwegs habe ich Angst, dass sie wegläuft, wegen was auch immer. (total unrealistisch!)

    Und so, wie es passiert ist, gefällt es Stella vielleicht, so gehütet und bekümmert zu werden? Vielleicht hat sie auch ein Trauma?
    Lieschen hat definitiv eins. Oder zwei.

    Ach Michi!!

    Manchmal passieren Sachen, da gibts keine Worte für. Und man kommt irgendwie klar.
    Und Ihr kommt halt nicht „irgendwie“ klar, sondern ziemlich gut. Und Ihr hattet beide Glück im Unglück. Ein bisschen.

    Fühlt Euch umarmt, am Ende wird alles gut! Und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende!

    • Ohgott Ann Kathrin, was für ein lieber Text von dir… Ja es geht mir jetzt tatsächlich besser, und bei dem Satz
      >Und man kann sich neben dem Beinchen auch das Genick brechen, und es ist “nur” das Beinchen.<
      musste ich sogar lachen… Du hast natürlich definitiv Recht…

      Wegen der Bandage muss ich jetzt mal guggen, das Problem ist, dass sie sich innerhalb weniger Minuten aufscheuert… Ich experimentiere jetzt ein bisschen mit so Druckstellen-Pflaster… Wird schon klappen… Und wenn nicht finden wir sicher ne andere Möglichkeit… Und wenn es gar nicht klappt, bleiben wir zumindest mit Physio und Chiropraktik dahinter, dass zumindest der Restliche Körper im "Einklang" bleibt!!!

  3. Es tut mir in der Seele weh, Deinen Text zu lesen. An manchen Tagen ist es wirklich schlimm. Ich weiß, wovon ich spreche, hat auch Zeit meines Lebens gehandicapte Tiere und auch „Linda“ wird sicherlich noch ein Nachspiel haben.

    Ihr schafft das…

    Herzliche Grüße

    Andrea

      • Linda hatte einen unversorgten Bruch am Ansatz der Schwanzwirbelsäule und konnte deshalb ihr Schwänzchen nicht mehr bewegen. Darum ist sie auch kupiert bzw. amputiert. Wieviel letztendlich da gebrochen oder kaputt ist, weiß ich nicht (diese OP wurde noch im Tierheim durchgeführt), aber die Hüfte hat mit Sicherheit auch was abgekriegt…

        Wir werden sehen.

        LG Andrea mit der tapferen Linda

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